Naturliebhaber verhalten sich still, bleiben auf den Wegen oder setzen sich auf eine der einfachen Holzbänke. Kaum zu glauben, wie reichhaltig Besucher belohnt werden.
Sicher fallen zuerst die Vögel auf: Viele davon werden auf der Roten Liste der besonders zu schützenden Vögel gelistet. Das Trällern der Heidelerchen war früher ohrenbetäubend. Noch gibt es viele Lerchen, aber es leider nehmen sie weiter ab aufgrund der sich ändernden Flächennutzung.
Spechte hämmern, Neuntöter, Dompfaff, Meisen, Amseln flattern in den Büschen und Schwalben sausen durch die Luft.  Unter den Greifvögel herrscht der Bussard vor, aber auch Falken, Weihen, Rot- und Schwarzmilane können beobachtet werden.
Wenn es Abend wird tauche Eulenvögel und Fledermäuse auf.
Besonders reichhaltig ist der Bestand von Libellen bei den Wasserflächen der Moore. Hier gibt es noch Frösche. Eidechsen, Blindschleichen und Schlangen. Niederwild taucht in der Dämmerung auf.
Im Herbst und Winter ziehen Kraniche und Gänse über die Klein Henstedter Heide. Mancher Zug macht hier eine Fresspause und gesellen sich zu den vielen Singschwänen.

Auch bei den Pflanzen gibt es Besonderheiten: große Wollgrasflächen, Glockenheide,
Süßsauer und Drachenwurz. Es ist jedoch unverkennbar, dass die Natur zurückgedrängt wird: Tiefpflügen, Trockenlegung von Feuchtwiesen, landwirtschaftliche Bewirtschaftung mit Gülle und Giften, lautstarke Trecker und Erntemaschnen haben dazu beigetragen. Aber das ist nichts gegen die Pläne, hier einen der größten Windfarmen zu errichten.

Zweifellos ist der Mensch die größte Gefahr für diese reichhaltige Natur!